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Stellungnahme a plus

Ladenschliessungen in der Stadt Altstätten

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a plus fordert einen City-Manager

Fast im Monatsrhythmus erhalten die Altstätter Nachrichten von Ladenschliessungen in der Altstadt und speziell in der Marktgasse. Die Gründe, die zu dieser dramatischen Situation geführt haben, sind vielfältig. Nach a plus ist jetzt Handeln angesagt.

Die politische Vereinigung a plus beobachtet die Situation in der Altstätter Altstadt mit grosser Sorge und fordert nun dringliche Massnahmen. Seit Gründung der Vereinigung vor mehr als 20 Jahren hat sie sich immer wieder mit dem Thema «Stadtmarketing» beschäftigt. Im Leitbild von 1999 fordert a plus die Schaffung eines Stadtmarketings, damit «die Stärken der Stadt vermehrt nach aussen getragen» werden können. Und an ihrer Hauptversammlung von 2014 hat sie den Geschäftsführer von Dornbirn Tourismus & Marketing nach Altstätten eingeladen. Herbert Kaufmann hat dabei über sein prioritäres Ziel seiner Arbeit referiert: Die Innenstadt von Dornbirn zu einem pulsierenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zentrum zu machen. Wer in letzter Zeit in Dornbirn war, kann sich von seinen Erfolgen überzeugen.

Schnelles Handeln ist wichtig

Soll die Altstadt von Altstätten nicht ganz aussterben, ist nach Ansicht von a plus jetzt Handlungsbedarf angezeigt. Ein allgemein gültiges Rezept gibt es nicht. Es sind viele unterschiedliche Faktoren, die mitspielen und von der öffentlichen Hand nicht direkt beeinflusst werden können. In erster Linie sind es immer noch die Einkaufskunden selbst, die dafür sorgen, ob eine Altstadt mit ihren Ladengeschäften weiterhin eine wirtschaftliche Zukunft hat oder nicht.

Die Stadt kann allerdings dafür sorgen, ein Umfeld zu schaffen, das es einmal den Geschäftsinhabern und Liegenschaftsbesitzern in der Altstadt einfacher und leichter macht, wirtschaftlich zu überleben. Dann aber gilt es auch die Interessen der Kunden von nah und fern zu berücksichtigen, die in Altstätten konsumieren und ihre Freizeit verbringen und somit den wichtigsten wirtschaftlichen Faktor darstellen.

City-Managerin als Koordinatorin

Bis heute fehlt in Altstätten eine Koordinationsstelle, die dafür sorgt, dass die verschiedenen – und zum Teil sich widersprechenden – Interessen aller Protagonisten gebündelt werden. Ein Ladeninhaber oder ein Besitzer einer Altstadt-Liegenschaft setzt möglicherweise andere Prioritäten als der Einkaufskunde, der ein Erlebnis sucht, oder der abendliche Altstadtbesucher, der im Städtli bis in die Nacht hinein unterhalten werden möchte.

Um diese gegenläufigen Interessen zu bündeln und Lösungen für ein konstruktives Mit- und Nebeneinander zu erarbeiten, braucht es einen City-Manager. Altstätten würde mit einer solchen Stelle das Rad nicht neu erfinden. Die Stadt Rheinfelden im Fricktal, mit 13000 Einwohnern ungleich grösser als Altstätten, hat vieles gemeinsam mit unserer Stadt. Sie verfügt über eine pittoreske Altstadt mit zum Teil leeren Einkaufsläden. Kebab-Buden und Coiffeur-Salons gibt es auch dort ausreichend. Das Euroland als Einkaufsparadies liegt gleich auf der anderen Rheinseite in Deutschland, und die Stadt Basel oder Einkaufszentren im Grünen sind schnell erreicht.

Aufgabe der neuen Rheinfelder City-Managerin, die vor wenigen Wochen ihre 80-Prozent-Stelle angetreten hat, ist es laut Job-Profil, «im Sinne eines Kompetenzzentrums an der Schnittstelle zwischen Einzelhandel, Gastronomie, Politik, Bevölkerung und Verwaltung die nachhaltige Entwicklung der Kernzone von Rheinfelden sicherzustellen». Der örtliche Gewerbepräsident sagt dazu, dass es in seiner Stadt viele Gruppierungen gebe, die sich in ihrem Bereich für das Städtchen einsetzten. Bis anhin habe eine Stelle gefehlt, die all diese Interessen und Anliegen bündeln könne.

Büro-Treffpunkt mitten in der Altstadt

Warum kann so etwas nicht auch in Altstätten realisiert werden? Eine engagierte, kreative und kommunikative Frau/Mann anstellen, die mit den verschiedenen Playern ins Gespräch kommt. Am besten in einem Büro, das mitten in der Altstadt eingerichtet wird.

a plus weiss, dass eine solche Stelle nicht ohne massgebliche finanzielle Beteiligung der Stadt realisiert werden kann. Doch Altstätten muss und kann sich diese Investition leisten. Sie liegt im Interesse von uns allen.

Schauen wir der Entwicklung weiterhin tatenlos zu, wird der wirtschaftliche Niedergang der Altstadt und damit auch deren Verarmung beschleunigt weiter gehen.

Vorstand a plus

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Altstätten, 17. Februar 2020

„Städli weiterentwickeln“ Der Rheintaler 1. Dezember 2018